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Geburtsbericht

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Geburt von Ida Louise am 16.03.2016

Der 15. März 2016
wir feiern Renés Geburtstag. Erst in der Sauna, dann Zuhause mit Freunden. Aus dem spontanen Geburtstagskaffee wird ein ausgelassener Abend. Unsere Ida ist schon 6 Tage „überfällig“ deshalb freuen wir uns über die Ablenkung. Ich lege mich ab und zu mal ins Bett und stupse Ida zurück, döse ein bisschen und spüre immer wieder ein leichtes Ziehen im Bauch. Um 3 Uhr nachts bringen wir die letzten Geburtstagsgäste zum Auto und fallen müde ins Bett.
Um 4 Uhr lege ich mich in die Badewanne weil „irgendwas mit mir passiert“ und ich das Bedürfnis nach Wärme habe. René schläft seelenruhig. Um 6 Uhr wecke ich René, ich bin mir sicher dass ich Wehen habe. Wir wecken auch Chris mit unserem Anruf, völlig unnötig, aber die Ankündigung von Chris um 8 Uhr bei uns vorbeizuschauen beruhigt uns. Wir liegen im Bett und probieren ein bisschen zu schlafen, tot müde sind wir nämlich schon jetzt. Als Chris bei uns eintrifft, sind die Wehen wieder weniger geworden und mit längeren Abständen aber Chris verkündet, dass der Muttermund schon 3 cm offen ist und wir noch heute unsere Tochter in den Armen halten können.
Eine tolle Nachricht, die uns zugleich nervös, ängstlich und fröhlich macht. Um 9 Uhr rufen wir Chris an und sagen, dass ich ins Geburtshaus möchte. Die Wehen sind immer stärker geworden und ich fange schon an mich auf dem Boden zu krümmen und zu tönen, wie ich es im Yoga gelernt habe. Wir verabreden uns auf 10 Uhr. Wir stehen schon um 10 vor 10 Uhr auf der Matte, zum Glück ist schon die Badewanne vorbereitet. Mit Lachsbrötchen und ClubMate vertrödeln wir die Zeit. Auch Elena, die Hebammenschülerin, die gleich ihre erste Geburt erleben wird, ist eingetroffen. Nach zwei Stunden meint Chris, ich soll raus aus der Wanne. Weil ich so jammere, bekomme ich von Chris ein Zäpfchen gegen die Schmerzen. Bei der nächsten Untersuchung ist der Muttermund schon 8 cm offen, leider etwas schief, deshalb muss ihn Chris mit den nächsten Wehen „gerade“ drücken. Das tut echt weh, aber für meine Ida halte ich an diesem Tag alles aus. Wir sind ins Geburtszimmer umgezogen, Chris wechselt mit mir die Stellungen und leitet mich an. um 14 Uhr ist der Muttermund ganz offen und Chris meint, dass Ida bald da ist. Eine Nachricht die mir nochmal einen Kraftschub gibt, wo die Kraft her kommt weiß ich auch nicht. Ich schimpfe immer wieder „ich bin so müde und möchte endlich schlafen“. Irgendwann fragt mich Chris, ob ich ins Krankenhaus verlegt werden möchte, weil ich so über die Schmerzen schimpfe. Nach wenigen Sekunden kommt meine felsenfeste Antwort: „ich bleibe hier, gehe nirgendwo hin, Ida kommt hier zur Welt“. Es folgt auch schon die Pressphase, die mir deutlich angenehmer in Erinnerung ist, vielleicht weil man merkt dass es voran geht. Am 16.03.16, um 15:15 Uhr wird unsere Tochter Ida mit 4290 Gramm im Geburtshaus in Tübingen geboren.
Wir liegen erschöpf im Bett und können gar nicht glauben was eigentlich gerade passiert ist. Leider löst sich meine Plazenta nicht ab und es wird nochmal brenzlig, vor allem, weil ich so viel Blut verliere. Ich bekomme das aber gar nicht wirklich mit, lasse alles nur mit mir geschehen, bin immer noch in Trance, habe die Welt vergessen. Ida ist da, nur das zählt. Nach Infusion und Wehenmitteln ist alles wieder in Ordnung, aber Chris hatte zu jederzeit alles im Griff, das wussten wir. Ich durfte etwas länger im Geburtshaus bleiben und noch schlafen weil ich so erschöpft war. Ida war schon bei René im Tragetuch. Die beiden haben für alle Hühnersuppe gekocht. Um 22 Uhr lagen wir Zuhause in unserem Bett und bekamen nicht genug von unserem kleinen Stöpsel.
Ich war die ersten drei Tage noch sehr schwach und konnte mein Bett nicht wirklich verlassen, aber dann ging es steil aufwärts. Die Besuche von Chris waren unglaublich wichtig für uns und haben dazu geführt, dass wir nach wenigen Tagen eine unglaubliche Sicherheit im Umgang mit Ida hatten. So sicher, dass wir mit unserer 7 Wochen alten Ida auf eine Studienexkursion nach Stockholm gefahren sind.
Heute, am 26.12.2016, läuft Ida mit ihrem Puppenwagen durch die Wohnung, spielt, lacht, entdeckt die Welt, auf die sie so geborgen, entspannt, voller Zuversicht und Vorfreude geboren werden durfte.

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