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Geburtsbericht

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Geburt von Lea am 12.12.2017

"Dieses Kind möchte eine Punktlandung" dachte ich, als ich am errechneten Entbindungstermin um halb fünf morgens mit Wehen aufgewacht bin. Mein Mann und unsere große Tochter schlummerten noch friedlich neben mir. Leise bin ich aufgestanden und ging erst mal ins Bad. Ein Blick auf die Uhr verriet mir - schon recht regelmäßige Wehen. Ich weckte dann meinen Mann. Nachdem wir uns kurz besprochen hatten, riefen wir meine Schwester an, die unsere ältere Tochter betreuen und dann in den Kindergarten bringen sollte. Danach informierten wir Silke, dass wir glauben, dass unsere Maus nun auf die Welt kommen möchte. Silke kam dann erst mal bei uns vorbei und gemeinsam beschlossen wir, ins Geburtshaus zu fahren. Dort angekommen, richteten wir uns erst mal gemütlich ein - die Wehen kamen weiterhin recht regelmäßig. Nachdem wir es uns gemütlich gemacht hatten, ging ich erst mal noch in die Badewanne, die Silke für mich vorbereitet hatte. Ich hätte ja gerne beim zweiten Kind eine Wassergeburt gehabt, konnte mir aber nicht vorstellen, ob ich die Badewanne in den Wehen als angenehm empfinden würde. Schnell merkte ich, dass ich die Wehen im Wasser nicht so gut verarbeiten konnte. Aus diesem Grund entschied ich mich dann doch, wieder aus der Wanne zu steigen. Mein Mann und ich bewegten uns dann ein wenig im Haus hin und her und unterhielten uns ganz nett mit Silke und der Hebammen-schülerin Helen, die zwischenzeitlich auch im Geburtshaus angekommen war. Nach einer Weile machte Silke den Vorschlag, dass wir einen Spaziergang machen sollten, damit die Wehen noch mehr in Gang kommen. Diesem Vorschlag sind wir gefolgt und haben uns auch noch ein Frühstück beim Bäcker geholt. Während wir unterwegs waren, habe ich sehr schnell gemerkt, dass die Wehen immer häufiger kamen und deutlich intensiver wurden. Alle paar Meter musste ich stehen bleiben, um die Wehen zu veratmen. Nach einer Weile sagte ich zu meinem Mann, dass ich lieber wieder zurück ins Geburtshaus gehen wollte. Dort angekommen, gingen wir in das Zimmer zurück, damit ich mich vor das Bett knien konnte - dies war mir die angenehmste Position während dieser Phase der Geburt. Es wurde langsam immer schwieriger mit der Intensität der Wehen klar zu kommen. Relativ schnell war klar, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis wir unsere kleine Maus in den Armen halten würden. Auf einmal merkte ich, dass sich die Wehen wieder veränderten. Ich hatte das Gefühl, dass ich meiner kleinen Maus nun helfen könnte, ihren Weg auf diese Welt zu finden. Mit jeder Wehe wurde mir bewusst, dass sie immer ein Stück näher auf dem Weg zu uns war. In der Zwischenzeit war auch Anja eingetroffen, die Silke bei der Begleitung der Geburt unterstützen sollte. Sie war auch für mich nochmal eine gute Unterstützung, da ich über die Intensität der Wehen zwischendurch den Kontakt zum Baby verloren hatte. Mein Mann, Silke und Anja halfen mir immer wieder, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Nach ein paar weiteren Presswehen war dann auch das Köpfchen geboren und wir erlebten eine kleine Überraschung: die Fruchtblase war noch intakt, unsere Lea wurde mit einer sogenannten "Glückshaube" geboren. Erst nach ein paar Versuchen durch Silke, die Fruchtblase zu öffnen, ging diese dann auf. Mit der nächsten Wehe war es dann geschafft und wir konnten nach sechs Stunden unsere zweite Tochter überglücklich in die Arme nehmen. Diese Geburt bleibt uns als sehr intensive Erfahrung in Erinnerung. Die angenehme Unterstützung und Begleitung durch Silke, Anja und Helen wussten wir sehr zu schätzen. Zurückblickend war es ein bisschen schade, dass wir uns nicht bei der Geburt unserer ersten Tochter bereits über eine alternative Geburtsmöglichkeit informiert haben. Unsere erste Tochter wurde im Krankenhaus geboren und diese Erfahrung war für uns nicht so schön und überhaupt kein Vergleich mit der Geburt im Geburtshaus. Das war eine echte 1:1-Betreuung und dennoch hatten wir stets die Möglichkeit uns zurückzuziehen, der ganzen Geburt wurde der notwendige Raum und die notwendige Zeit gegeben. Wir können die Betreuung im Geburtshaus nur allen weiterempfehlen. Wir haben es nicht eine einzige Sekunde bereut, uns für das Geburtshaus entschieden zu haben - ganz im Gegenteil. Wir durften erleben, dass die Geburt ein ganz natürlicher Vorgang ist und in der Regel auch ohne große Eingriffe von außen möglich ist.
Wir möchten uns ganz herzlich bei euch bedanken - macht genauso weiter!

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