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Geburtsbericht

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Geburt von Bela am 26.02.2018

Geburt eines Dickkopfs
Nach dem der ET schon eine Woche überschritten ist und ich immer noch keine Wehentätigkeit habe, dachte ich mir, ich versuche einfach alles aus um vielleicht doch mal Wehen in Gang zu setzen.
Also trinke ich morgens eine Kanne Ingwertee; danach eine Kanne Himbeerblättertee und eine Kanne Chai; Mittags spiele ich mit meiner Tochter ein bisschen Fußball; Nachmittags schlafe ich mit Felix (meinem Mann) und zum Abendessen gibt es scharfes Essen und für Abends habe ich mir vorgenommen mit Freunden ein Schlückchen Rotwein zu trinken (mit Erlaubnis von Chris). Kaum habe ich den letzten Löffel vom Abendessen runtergeschluckt, bekomme ich Bauchschmerzen und wundere mich. Ich lege mich ins Bett und überlege, ob das nun wirklich Wehen sein könnten oder doch nur diese ominösen Übungswehen, die alle anderen Schwangeren
um mich herum seit Wochen haben.
Komisch…-das kommt jetzt doch ein bisschen unerwartet.

Felix und ich bereiten unsere Tochter darauf vor, dass es gut sein kann, dass sie morgen früh neben ihrem Opa wach werden und unser Baby endlich da sein könnte. Dann bringen wir sie ins Bett. Wir benachrichtigen Chris, dass eventuell heute Nacht das Baby kommen könnte und ich sichere mich nochmal ab, ob ich tatsächlich immer noch ein Schlückchen Rotwein trinken darf.
Unsere Freunde kommen vorbei. Die Wehen kommen mittlerweile im 5 Minuten Abstand. Gegen 22 Uhr gehen alle wieder und wünschen uns eine gute Geburt. Ich versuche mich noch etwas auszuruhen.
Um 0 Uhr kommt Chris schaut nach dem Muttermund und fährt nochmal nach Hause. Wir sollen uns melden, wenn die Wehen ein anderes Stadium erreichen. Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil
die Wehen schon schmerzhaft (aber im Nachhinein waren sie wirklich noch nicht stark genug) sind und ich dachte beim 2.Kind geht sowieso Alles schneller.
Um 1.45 Uhr ist Chris wieder bei uns, weil das nächste Stadium erreicht ist und ich das Gefühl habe sie zu brauchen.

Wie in Trance passieren die Wehen. Ich wechsle regelmäßig die Position – liege seitlich auf dem Sofa; knie vor dem Sofa; stehe mit einem Bein auf dem Sofa und hänge am Tuch; sitze auf dem Gebärhocker und hänge am Tuch; liege wieder auf dem Sofa. Felix ist die ganze Zeit bei mir. Es gibt mir Sicherheit und Kraft, dass er da ist und mich unterstützt! Die Zeit verfliegt.
Mittlerweile ist es 4 Uhr. Ich denke kurz an meine Tochter im Nebenzimmer und wundere mich darüber, dass sie bei meinem Geschrei nicht wach wird…- dann kommt die nächste Wehe.
Ich bin wieder auf dem Geburtshocker. Felix stärkt mir den Rücken. Ich habe wahnsinnige Schmerzen Dann nochmal Positionswechsel in die tiefe Hocke. Wahnsinnige Schmerzen! Schreien! AUA! 4.37 Uhr und unser Baby liegt vor uns auf dem Boden! Es ist ein Junge! WOW! Nichts tut mehr weh!
Nochmal WOW da ist unser Baby auf das wir nun alle so lange gewartet haben. Ich nehme ihn zu mir und wir machen es uns zu Dritt auf dem Sofa bequem. Der Kleine schreit. Nimmt aber nicht die Brust. Ich gebe ihm den Finger zur Beruhigung. Der Kleine fängt wieder an zu schreien. Ich versuche im wieder die Brust zu geben und fühle mich langsam gestresst, weil er sie nicht nimmt. Felix nimmt das Baby und 5.30 Uhr gebäre ich unter leichten Schmerzen die Plazenta. Ich lege meinen Sohn nochmal an die Brust und endlich trinkt er! Jetzt kann ich mich vollends entspannen.

Felix und Chris basteln mit der Nabelschnur ein Nabelschnur-Spiralen-Mobile (haben wir bei unserer Tochter auch gemacht). Chris erzählt mir während sie die Geburtsdokumentation schreibt, dass ich keine „klassische“ zweite Geburt hatte und ganz schön arbeiten musste, weil sich das Köpfchen nicht zusammengeschoben hat und sich dementsprechend Platz schaffen musste. (Das erklärt auch die extremen Schmezen...)
Nachdem Chris erfährt, dass unsere Tochter für gewöhnlich um 7 Uhr aufsteht, macht sie mich bis dahin fertig und versorgt alle Geburtsverletzungen, so dass um 7.15 Uhr meine Tochter ins Zimmer
geholt wird. Ganz schüchtern (und wahrscheinlich auch irritiert) schaut sie sich ihr schlafendes Brüderchen an.
Auch der Opa kommt und darf seinen Enkel anschauen. Anschließend holt er beim Bäcker Frühstück für alle.
Chris verabschiedet sich und kündigt einen Besuch für den Abend an.
Wir genießen schläfrig den ersten gemeinsamen Tag. So eine Geburt ist wie ein Wunder und plötzlich ist ein Mensch in meinem Leben, den ich einfach bedingungslos liebe ♥

DANKE liebe Chris…
… dafür, dass du uns auch während dieser Schwangerschaft betreut hast.
… dafür, dass du mich während der Geburt unterstützt und mir die Sicherheit gegeben hast, die ich brauchte.
… dafür, dass du mich und Felix die Geburt auch gemeinsam hast erfahren lassen und du dich
sowohl zurückgehalten, als auch eingebracht hast.
… für die schöne natürliche Geburt in einer vertrauten Atmosphäre.
… für die Versorgung meiner Verletzungen und die nette Betreuung im Wochenbett.
Auch Danke an Inna, die Chris verteten hätte.
Danke Felix, dass du bei mir warst während der Geburt und dass du mit mir für unser zweites Kind verantwortlich bist :)

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