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Geburtsbericht

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Geburt von Enja Anna am 20.05.2018

Schon unser Sohn durfte im Geburtshaus Tübingen zur Welt kommen. Da mein Mann keine Hausgeburt wollte und ich mir eine Geburt in der Klinik absolut nicht vorstellen kann stand fest, dass auch unser zweites Kind im Geburtshaus zur Welt kommen soll. Da wir aber mehr als eine Stunde von Tübingen entfernt wohnen und das zweite Kind ja bekanntlich schneller gehen soll war ich mir nicht so sicher ob wir es wirklich wagen sollen. Nach einer total aufmunternden eMail von Chris wusste ich aber, ja das wird klappen und wir müssen es einfach wagen.
Mit der Zeit entwickelten wir dann den Plan, uns vor dem Termin bei meinen Eltern einzuquartieren. Diese sind zwar auch eine Stunde von Tübingen entfernt aber die Strecke ist nicht ganz so staugefährdet und unser Sohn wäre gleich versorgt.
So ging diese Woche vorbei und es tat sich so rein gar nichts, noch nicht einmal Senkwehen. Am Montag (Pfingstmontag) wollten wir dann wieder nachhause fahren, da mein Mann am Dienstag wieder arbeiten musste. Am Sonntag verabschiedete ich mich so langsam von diesem Plan. Selbst nachdem ich meinem Sohn beim Spazierengehen hinterher gerannt bin habe ich keinerlei Wehe gespürt.
Doch 2 Stunden später hatte ich das Bedürfnis auf Toilette zu gehen. Danach fingen dann Wehen an. Mein Mann war überzeugt, dass es sich um Geburtswehen handelt. Ich sagte ihm das sind bestimmt nur Senkwehen die wieder aufhören. Ich kannte zu viele Frauen bei denen das beim zweiten Kind so war. Er beobachtete das noch eine Zeit lang und hat die Wehenabstände gemessen. Dann rief er Silke, an. Die Beiden beschlossen, dass wir noch eine halbe Stunde warten, und uns dann nochmal melden würden. Als die Wehen danach jedoch noch etwas stärker waren beschloss mein Mann jetzt doch mal los zu fahren. (ich war immer noch der Meinung, dass es vielleicht doch nur Senkwehen sind).
Während der Fahrt wurden die Wehen weniger, dies war bereits bei der Geburt meines Sohnes so. Als wir im Geburtshaus ankamen hatte Silke alles schon liebevoll hergerichtet. Wir wurden mit Kerzenlicht empfangen und die Badewanne war auch schon gefüllt. Als ich Silke sagte, dass ich nicht genau weiß ob es wirklich Geburtswehen sind, erklärte sie mir, dass die Wehen zwar kurz, aber sehr kräftig sind und bestimmt etwas bewirken. Das beruhigte mich sehr. Also begab ich mich erstmal in die Wanne und dort wurden die Wehenabstände auch wieder kürzer. Silke ließ mir erstmal Zeit anzukommen hörte nach den Herztönen und verschob das Untersuchen auf später. Irgendwann meinte sie aber dann, dass sie doch mal untersuchen würde, da sie gerne Katharina unserer zweiten Hebamme Bescheid geben möchte ob sie kommen soll. Ich hatte so Angst, dass sich nichts getan hat und war deshalb umso glücklicher als Silke sagte, dass der Muttermund schon 5-6 cm geöffnet ist.
Danach bat sie mich jedoch aus der Wanne, da der Muttermund noch sehr straff war und ich mich hinlegen sollte um den Druck auf den Muttermund zu nehmen. Das wollte ich eigentlich nicht, da mir das Wasser sehr gut tat und ich noch von der Geburt meines Sohnes wusste, dass die Wehen im Liegen schrecklich waren.
Doch Silke versprach mir, dass ich sofort in eine andere Position darf wenn es gar nicht anders ginge. Nach einigen Wehen im Liegen hielt ich es nicht mehr aus und fragte Silke, ob ich die Position wechseln dürfte. Sie wollte noch vorher untersuchen. Da war der Muttermund schon bei 7-8 cm und nicht mehr straff. Als Silke mich fragte ob ich wieder in die Wanne wollte war ich sehr glücklich. Ich hatte mir doch so sehr eine Wassergeburt gewünscht. Auf dem Weg zur Wanne begegnete ich noch Katharina, die mir aufmunternd zulächelte. Kaum im Wasser, spürte ich Pressdrang. Davon war ich so überrumpelt, dass ich halb weinerlich von mir gab, dass ich pressen muss. Silke und Katharina ermunterten mich dann es doch zu tun. Das war ein ganz neues Gefühl, bei meinem Sohn habe ich das nicht so intensiv gespürt. Trotz allem fehlte mir auf einmal der Halt in der Wanne und auch die Herztöne waren nicht so gut. Silke und Katharina halfen mir in die tiefe Hocke an’s Tuch und mein Mann ging mit in’s Wasser um mich von hinten zu stützen. Das war genau die Position, die ich brauchte. So waren es nur noch wenige Wehen bis unsere Kleine geboren war. Silke fragte mich, ob ich sie selbst aus dem Wasser herausholen will. Natürlich wollte ich, ich war nur noch so überrumpelt dass es doch so schnell gegangen ist. Ja, und dann lag sie da in meinen Armen. Dieser Moment war einfach wunderschön und unvergesslich.

Liebe Silke, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns so liebevoll begleitet hast. Du bist auf alle meine Wünsche eingegangen und wusstest auch wann es doch an der Zeit war etwas Anderes zu machen. Es ist schön in welcher ruhigen und geborgenen Atmosphäre unsere Kleine zur Welt kommen durfte.
Auch möchten wir dir, Katharina, danken. Deine offene, fröhliche Art hat einfach gut getan.

Es ist für uns ein großes Privileg eine solche Geburt erleben zu dürfen und wir sind euch beiden sehr dankbar, dass ihr uns zu diesem Erlebnis verholfen habt.

Danke Chris, dass du es uns überhaupt ermöglicht hast in’s Geburtshaus zu kommen und du uns immer wieder gesagt hast, dass wir es schaffen werden. Du hattest Recht :-)

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