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Geburtsbericht

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Geburt von Fabian am 27.05.2021

Schon ganz früh in der Schwangerschaft nahm ich Kontakt mit dem Geburtshaus auf und meldete mich dort zur Geburt an. Ich wollte unser drittes Kind so gerne dort gebären. Hatte ich doch nach zwei Klinikgeburten dort schon einiges an Erfahrung gesammelt und sämtliche Eingriffe in den natürlich Geburtsverlauf erlebt.

Ich genoss meine Schwangerschaft und freute mich auf die Geburt im Geburtshaus. Zur Vorbereitung machte ich eine Bindungsanalyse bei Bettina Duesmann und las sämtliche Geburtsberichte über auserklinische Geburten und fand die Bücher „der Geburtsschmerz“ sowie den Atlas der Gebärhaltungen sehr hilfreich. Außerdem machte ich einen Yoga Geburtsvorbereitungskurs bei Reyhaneh.

Kurz vor der Geburt fing ich an mit dem Epino zu trainieren. Ein super Tipp von Chris:-)

Der ET rückte näher und der Kopf der eigentlich schon fest im Becken war nahm wieder Abstand. Das frustrierte mich erst sehr doch dann kamen einige Dinge zusammen die meine Aufmerksamkeit brauchten.

Einen Tag nach ET ging bei uns alles wieder seinen gewohnten Weg. Mein Bauch wurde immer wieder hart, doch sobald ich mich ausruhte waren auch keine Kontraktionen mehr zu spüren. Zwei Tage nach ET hatte ich dann begonnen den Einleitungstee nach Stadelmann zu trinken. Am Mittag hatte ich schon immer wieder ein ordentliches ziehen im Unterleib, dachte aber das das sicher keine Wehen seien. Bei den beiden vorherigen Geburten wurde ich eingeleitet und ich konnte kaum glauben das es diesmal einfach so los gehen könnte.

Heike kam dann noch zur Akupunktur und gab mir noch ein paar Tipps wie ich den Kleinen wieder in Position bringen könnte da der Kopf etwas abgewinkelt war.

Gegen Abend wurde das Ziehen immer stärker. Ich brachte die Kinder ins Bett, doch an Schlaf war nicht mehr zu denken. Im Liegen waren die Kontraktionen kaum auszuhalten. So stand ich wieder auf und bewegte mich viel bis ich Positionen fand die mir während der Wellen gut taten. Gegen 1 Uhr lud ich mir eine WehenApp runter. Ich hatte sehr häufige aber nur kurze Wehen. Telefonierte dann kurz mit Chris. Durch ihre ruhigen Worte fühlte ich mich wieder sicherer. Ich sollte mich wieder melden, wenn ich mich nicht mehr wohl fühle.

Ich badete lange und versuchte mich auszuruhen aber Bewegung fühlte sich einfach besser an.

Gegen 4.30 rief ich Chris wieder an da die Wellen nun deutlich stärker waren und ich mich alleine nicht mehr wohl fühlte.

Ich weckte meinen Mann und bat ihn unser Gepäck und die Kinder ins Auto zu bringen.

Eigentlich hoffte ich die Kinder würden im Auto weiter schlafen aber die waren viel zu aufgeregt.

Kurz nach 5 wurden wir herzlich von Chris im Geburtshaus empfangen.

Die Kinder und mein Mann machten es sich im Wohnzimmer bequem. Ich ging ins Geburtszimmer. Nachdem das Bett bezogen war untersuchte mich Chris. Ich hatte schon 3 cm geschafft und war sehr froh darüber.

Folgend veratmete ich die Wehen in verschiedenen Positionen und kam gut damit zurecht. In den Pausen konnte ich mich sehr gut ausruhen. Da die Wehentätigkeit etwas abnahm lief ich Treppen und bekam Globulis.

Dies zeigte dann recht schnell Erfolg.

Bei der nächsten Untersuchung hatte ich schon 6 cm geschafft und freute mich sehr darüber. Wir entschieden uns die Fruchtblase zu öffnen da diese sehr prall zu fühlen war aber von selbst bisher nicht aufging und ich nach der schlaflosen Nacht sehr erschöpft war.

Dann wurden die Wellen stärker, ich konnte sie am Tuch hängend aber gut veratmen.

Jetzt hatte ich das Gefühl, dass ich meinen Mann gerne bei mir haben möchte und die Kinder durften im Nebenzimmer Video schauen. Eine Freundin war auf dem Weg um mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen.

Im Vorgespräch erzählte ich Chris, dass mir warmes Wasser unter der Geburt immer gut tat wenn die Wehen stärker wurden, sie holte mir den Pool ins Geburtszimmer und lies Wasser ein. Ich freute mich sehr in den Pool steigen zu dürfen.

Dort nahm dann die Intensität der Wellen nochmal kräftig zu.

Da nur noch der Saum da war versuchten wir mit Chris Hilfe das Köpfchen daran vorbei zu pressen. Leider klappte das nicht so richtig. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon über 26 h wach war und die Wehen für mich kaum noch zu veratmen waren fragte ich wie lange es noch gehen wird. Das konnte mir natürlich keiner beantworten:-)

Wir versuchten dann verschiedene Positionen in der Wanne doch da es keinen Fortschritt gab bat mich Chris aus der Wanne zu kommen. Mit der Hilfe von meinem Mann turnte ich dann an Land verschiedenste Positionen um den Kleinen etwas tiefer zu locken.

Ich war zu dem Zeitpunkt sehr frustriert da bereits bei meiner ersten Geburt der Kopf nicht richtig eingestellt war und es schließlich mit einem Kaiserschnitt endete.

Dieses Kind wollte ich aber so gerne im Geburtshaus entbinden!

Die Wellen wurden immer heftiger und ich fand keinen Weg mehr mit ihnen umzugehen. Chris holte Eva Lotte hinzu und beide halfen mir zu atmen und motivierten mich in verschiedene Positionen zu gehen. Chris schüttelte immer wieder mein Becken. Irgendwann hatte ich das Gefühl zu zerreißen und bat Chris eine Verlegung in die Klinik zu organisieren. Sie nahm mich ernst und bat meinen Mann unsere Sachen zu packen und kündigte mich im Kreißsaal an.

Solange alles organisiert wurde sollte ich nochmal auf die Toilette, im Storchengang laufen und Treppen steigen. Ich fragte mich wie ich das mit diesen Wehen schaffen sollte. Dank der tollen Unterstützung von Eva Lotte mobilisierte ich nochmal was ich konnte.

Als wir zurück ins Geburtszimmer kamen meinte Chris ich würde mich anders anhören, sie würde mich gerne nochmal untersuchen. Ich selbst hatte keine Veränderung bemerkt, war aber mit einer Untersuchung einverstanden.

Der Kopf sei nun deutlich tiefer war das Ergebnis, ich könnte ruhig mitschieben. Chris sagt laut “ich liebe meinen Beruf” :-)

Ihre Worte und Freude motivierten mich enorm!

Nachdem sie meinen Mann und Sohn sagte, dass sie nochmal kommen sollten, sagte sie im Kreißsaal Bescheid das wir nicht kommen würden.

Wenige Wehen später wurde unser kleiner Fabian geboren. Er hatte die Nabelschnur einmal um den Hals, diese wickelte Chris ab und ich konnte zum ersten Mal mein Baby selbst aufnehmen. Wow was für ein Gefühl. Eva Lotte machte genau in diesem Moment ein Bild. Was für ein emotionaler Augenblick dort eingefangen wurde ist unbeschreiblich.

Mein Mann und Chris bezogen schnell das Bett und wir konnten erstmal eine Runde kuscheln. Nachdem ich Fabian das erste Mal angelegt hatte wurde die Plazenta kurz später problemlos und vollständig geboren. Als die Nabelschnur auspulsiert war durfte unsere Tochter mit dem Papa die Nabelschnur durchschneiden.

Nach einer Kuschelrunde fing Chris mit unseren Kindern zusammen die U1 an.

Dann zogen wir Fabian an und ich durfte duschen gehen. Danach fühlte ich mich deutlich besser.

Chris versorgte einen kleinen Dammriss, das spürte ich aber kaum. Auch später hatte ich absolut keine Probleme mit der Naht. Davor hatte ich große Angst, da es bei der vorherigen Geburt Monate dauerte bis die Naht in Ordnung war.



Wir zogen schließlich ins Wohnzimmer um und besprachen noch ein paar Dinge. Wenig später durften wir schon zu 5. nach Hause fahren.



Ich bin so froh und glücklich, dass ich dieses Kind im Geburtshaus zur Welt bringen durfte!

Bei Chris möchte ich mich herzlich bedanken für Ihre Unterstützung während der Schwangerschaft meinen Weg zu finden und zu gehen. Das sie bei der Geburt nichts unversucht gelassen hat unser Baby in die richtige Richtung zu locken. Und wie toll sie unsere Kinder miteinbezogen hat.



Bei Eva Lotte dafür das sie mit ihrer ruhigen Art da war und mich unterstütze und natürlich für die tollen Bilder.

Last but not least danke ich auch meinem Mann der trotz Bedenken den Weg mit mir gegangen ist. Sich einerseits um die Kinder gekümmert hat aber auch für mich tatkräftig da war als ich ihn brauchte.

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Neugeborene

Lotta
18.09.2021 um 10:14 Uhr
Belén
17.09.2021 um 23:35 Uhr
Charlie Jessica Lea
13.09.2021 um 18:39 Uhr


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Belén
geboren am 17.09.2021
um 23:35 Uhr
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Fabian
geboren am 27.05.2021
um 12:11 Uhr
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