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		<title>Noemi</title>
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		<title>Naemi Ruth</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2022 02:09:00 +0000</pubDate>
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		<title>Momo Friederike</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2022 06:35:00 +0000</pubDate>
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		<title>Kleine Geburt</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 09:40:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Unsere zweite kleine Geburt Meine erste Schwangerschaft endete in der 8. SSW, da sich kein Embryo entwickelt hatte.Jetzt bin ich wieder schwanger, ich versuche optimistisch zu sein. Es ist Mittwoch und der zweite Ultraschalltermin steht an. Letztes Mal konnte man schon den Herzschlag sehen und mir fiel ein Stein vom Herzen. Trotzdem bin ich jetzt [&#8230;]]]></description>
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									<p style="font-weight: 400;">Unsere zweite kleine Geburt</p><p style="font-weight: 400;">Meine erste Schwangerschaft endete in der 8. SSW, da sich kein Embryo entwickelt hatte.<br />Jetzt bin ich wieder schwanger, ich versuche optimistisch zu sein. Es ist Mittwoch und der zweite Ultraschalltermin steht an. Letztes Mal konnte man schon den Herzschlag sehen und mir fiel ein Stein vom Herzen. Trotzdem bin ich jetzt ganz aufgeregt und habe unterschwellig ein ungutes Gefühl, dass ich aber versuche auszublenden.<br />“Ich sehe leider keinen Herzschlag mehr” &#8211; irgendwie bleibt die Zeit stehen&#8230;Zum Glück ist mein Mann dabei, ich drücke seine Hand ganz fest. Ich will nur noch ganz schnell aus der Arztpraxis.<br />Draußen nehmen wir uns fest in den Arm, die Tränen sind nicht mehr aufzuhalten. Wieder soll es nicht sein, wieder ist unser kleiner Krümel zu schnell gegangen.</p><p style="font-weight: 400;">Zum Glück haben wir sowieso direkt im Anschluss einen Termin mit Chris, eigentlich zur ersten Vorsorge, doch das hat sich jetzt leider erledigt. Ich schreibe ihr eine kurze Nachricht, damit sie auf dem aktuellen Stand ist bevor wir kommen.</p><p style="font-weight: 400;">Das Gespräch mit Chris tut uns sehr gut, der erste Schockmoment kann so verarbeitet werden. Bereits bei meiner ersten kleinen Geburt hat sie uns betreut, daher kennt sie unsere Geschichte gut. Wir machen einen Termin für die folgende Woche aus, um dann zu besprechen wo wir gefühlsmäßig stehen und wie wir weitermachen wollen. Bis dahin lassen wir alles erstmal sacken.</p><p style="font-weight: 400;">Ich habe die Hoffnung, dass die Blutung von alleine einsetzt. Damit mein Körper mir endgültig signalisiert, dass diese Schwangerschaft nun zu Ende ist. Leider tut sich bis zu unserem nächsten Gespräch mit Chris noch nichts. Im Gespräch mit Chris kommen wir zu dem Entschluss nun mit Medikamenten nachzuhelfen. Wir sind bereit Abschied zu nehmen.<br />Eine Stunde nach unserem Gespräch bemerke ich eine leichte Blutung. Ich bin erleichtert, dass mein Körper mir doch noch ein Signal sendet und der Prozess von alleine in Gang kommt. Am Abend tut sich aber nichts weiter, so dass ich am nächsten Morgen dann mit den Tabletten starten möchte. <br />Wir starten ausgeschlafen und mit einem guten Frühstück in den Tag. Ich bin ein bisschen aufgeregt, wie die Tabletten dieses Mal anschlagen werden. Um 14.00 Uhr nehme ich die erste Dosis zusammen mit BuscopanPlus und mache es mir auf dem Sofa gemütlich. Nach 3,5 h beginnen leichte Bauchschmerzen und eine Blutung setzt ein. Ich mache mir ein Warmpack. Damit ist es gut auszuhalten. Um 19.30 Uhr bemerke ich beim Toilettengang kleine Koagel in der Binde. So geht es weiter, bis ich um 1.00 Uhr beschließe ins Bett zu gehen, da wohl nicht mehr viel heute passiert.<br />Einschlafen kann ich allerdings nicht, denn nachdem ich mich hingelegt habe beginnen regelmäßige Kontraktionen im Abstand von ca. 5 min. Nach einer halben Stunde stehe ich wieder auf und ziehe wieder um auf das Sofa, meinen Mann lasse ich schlafen. So sitze ich mit meinem Warmpack auf dem Sofa, konzentriere mich alle 5 Minuten auf die “Wehen”, es ist gut auszuhalten. Ich warte darauf, dass die Blutung stärker wird, doch es tut sich nichts.</p><p style="font-weight: 400;">Gegen 3.00 Uhr geht auf der Toilette sehr zähflüssiger Schleim ab und ich wundere mich, warum es kaum blutet. Ca. 30 min später merke ich dann, wie es schwallartig aus mir raus fließt. Ich gehe ins Bad, ziehe mich aus und setze mich in die Dusche. Dort sitze ich ca. 2h und “gebäre” vor mich hin, so kommt es mir vor. Immer wieder geht schwallartig Blut und Gewebe ab. Ich untersuche es und hoffe, dass ich die Fruchthöhle oder das Baby entdecke. Das ist leider nicht so, kleine Gewebsteile sehen aus wie Plazenta mit Eihäuten, mehr kann ich aber nicht erkennen. Zwischendrin dusche ich mich mit warmem Wasser ab, das tut mir gut. <br />Als die Abstände der Ausscheidungen etwas länger werden ziehe ich mir etwas an, um es mir wieder auf dem Sofa gemütlich zu machen. Um 6.00 Uhr gehe ich auf die Toilette und es geht nochmal ein sehr großes Stück Gewebe ab. Ich hoffe, dass die Blutung jetzt ein wenig nachlässt, denn ich fühle mich langsam ein wenig wacklig. Mein Mann bringt mir eine Banane und Tee, damit ich mich etwas stärken kann. Danach geht es mir schon besser. Chris schreibe ich eine kurze Nachricht.<br />Die Blutung hat zum Glück dann etwas nachgelassen und ich kann ein bisschen dösen. <br />Ich telefoniere mit Chris und schildere ihr die Nacht. Sie sagt mir ich solle, wenn ich mich ausgeruht habe, nochmals eine Dosis nehmen. <br />Am Mittag und Abend nehme ich in Rücksprache mit Chris nochmal Tabletten, doch es tut sich nicht mehr viel. Die Blutung ist gleichbleibend und es geht auch kein Gewebe mehr ab. Mein Gefühl sagt mir, dass das Baby bereits geboren ist.<br />Am nächsten Tag nehme ich nach Chris Anweisung erneut Tabletten, doch auch jetzt passiert nicht mehr viel. Die Blutung nimmt ein klein wenig zu und ich habe immer wieder leichte Kontraktionen, einmal geht noch ein kleines Stück Gewebe ab, das wie Plazenta aussieht, doch dabei bleibt es. Ich berichte Chris von meinem Gefühl, dass es das war und schicke ihr noch ein Foto von dem Gewebe. Sie bestätigt mein Gefühl. <br />Während diesem Prozess konnte ich Abschied nehmen und es hat mir gut getan zu sehen, dass mein Körper die kleine Geburt erfolgreich gemeistert hat. Ich bin stolz auf meinen Körper, dass er das leisten kann.</p><p style="font-weight: 400;">Es folgte noch ein abschließendes Gespräch mit Chris und eine Untersuchung beim Gynäkologen, der mir bestätigte, dass alles Schwangerschaftsgewebe abgegangen ist.</p><p style="font-weight: 400;">Ich danke Chris, dass sie mich und meinen Mann erneut durch diese Zeit begleitet hat. Die Gespräche mit ihr waren immer sehr hilfreich und sie hat uns auf unserem Weg sehr unterstützt.</p><p style="font-weight: 400;">Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass unsere Freunde und Familie bereits von Beginn an von dieser Schwangerschaft wussten, was uns sehr geholfen hat. So haben sich alle zunächst mit uns gefreut, was uns schöne erste Schwangerschaftswochen beschert hat. Als es dann zu früh vorbei war, haben alle mit uns getrauert und waren für uns da. Das hat uns sehr geholfen den Verlust zu verarbeiten.</p>								</div>
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		<title>Eine Selbstbestimmte kleine Geburt</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2022 09:52:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sternenkinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich mich in der 7. Schwangerschaftswoche im Geburtshaus anmelde, mache ich mir Gedanken, ob das nicht viel zu früh ist. Was, wenn noch was passiert? Und dann, drei Wochen später, ist es wirklich passiert, das, wovor ich mich so sehr gefürchtet habe. Ich erfahre beim regulären Vorsorgetermin, dass das Herzchen meines Babys in der [&#8230;]]]></description>
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									<p>Als ich mich in der 7. Schwangerschaftswoche im Geburtshaus anmelde, mache ich mir Gedanken, ob das nicht viel zu früh ist. Was, wenn noch was passiert?<br /><br />Und dann, drei Wochen später, ist es wirklich passiert, das, wovor ich mich so sehr gefürchtet habe. Ich erfahre beim regulären Vorsorgetermin, dass das Herzchen meines Babys in der 10. Woche aufgehört hat zu schlagen. Ich sehe es mit eigenen Augen und kann es doch kaum begreifen, dass nun alles vorbei sein soll, was so schön und aufregend angefangen hat. Mein Arzt ist einfühlsam und findet die richtigen Worte. Dann fragt er, wie es weitergehen soll und meint damit, ob ich heute noch ins Krankenhaus möchte, um die Ausschabung machen zu lassen oder erst nach dem Wochenende. Sofort denke ich, dass ich gar keine Ausschabung möchte, nicht heute und nicht später. Ich frage nach Alternativen. Er verneint, dafür sei das Baby schon zu groß und auch bei einer medikamentösen Einleitung könnten Reste in der Gebärmutter verbleiben, was mit Risiken verbunden sei. Wir vereinbaren also, dass ich am Montag in die Klinik gehe – innerlich bin ich aber überzeugt, dass es eine andere Lösung für mich geben muss. So verbringe ich das Wochenende damit, die Nachricht langsam zu begreifen und durchforste das Internet nach Erfahrungsberichten. Und dass ich mich schon im Geburtshaus angemeldet hatte, erweist sich nun als wahrer Segen. Denn dadurch habe ich Kontakt zu Silke und sie wird in den nächsten Wochen eine wertvolle Begleitung auf meinem Weg sein. Am Montag telefoniere ich mit ihr und sie bestätigt mir, dass es auf jeden Fall möglich ist, auf einen natürlichen Abgang bzw. eine „kleine Geburt“ zu warten und dass mir dabei nichts passieren kann. Es tut so gut, dass mich jemand versteht und bestärkt. Ich wünsche mir sehr, mein Baby sehen und verabschieden zu können und stelle es mir tröstlich vor, es in unserem Garten begraben zu können. Ich beschließe also, erst einmal zu warten. Das ist nicht immer leicht, weil ich ja nicht weiß, ob es sich um ein paar Tage oder mehrere Wochen handeln wird. Aber ich denke mir, dass die Psyche ja auch Zeit braucht, eine solche Nachricht zu verdauen und dass es deshalb wahrscheinlich gar nicht so schlecht ist, wenn ein paar Tage ins Land gehen. Ich habe gelesen, dass es oft bis zum rechnerisch nächsten Zyklusbeginn dauern kann. Am Anfang erschreckt mich das, da es bis dahin noch fast 3 Wochen sind. Irgendwann setze ich mir diesen Tag jedoch als Etappenziel. Bis zu diesem Tag werde ich warten und wenn bis dahin nichts passiert ist, kann ich weitersehen. Zwei Tage vor diesem Datum setzt eine leichte Blutung ein. Ich bin erleichtert, dass es nun wohl bald losgeht und gleichzeitig traurig, denn so anstrengend diese Wartezeit ist, so sehr ist sie auch irgendwie ein Schutzraum, eine Art Zwischenzeit, in der ich immer noch schwanger bin, mein Baby noch in mir trage. Die folgende Nacht verbringe ich mit regelmäßigen Wehen, die mich am Schlafen hindern, aber noch ganz gut auszuhalten sind. Am Morgen werden sie deutlich unangenehmer. Ich denke in diesen Momenten, dass der Begriff „kleine Geburt“ das, was gerade mit mir passiert, für mich viel treffender beschreibt als „natürlicher Abgang“. Ich telefoniere mit Silke und gehe in die Badewanne, was mir gut tut. Nachdem ich kaum noch Pausen zwischen den Wehen habe, bin ich beim zweiten Telefonat mit Silke froh über ihr Angebot vorbeizukommen. Als sie da ist, komme ich etwas zur Ruhe und habe wieder mehr Pausen. Dann dauert es nicht mehr lange und unser Baby liegt in der Schüssel, die wir ins WC gestellt hatten. Ein paar kräftige Wehen später kommt auch die Plazenta in einem Stück. Danach geht es mir körperlich fast schlagartig wieder gut. Ich bin in diesem Moment unglaublich erleichtert, dass ich es geschafft habe, das alles so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe, fast ein bisschen euphorisch. Wir schauen uns das kleine Menschlein genau an und machen ein paar Fotos. Wir staunen, was man alles deutlich erkennen kann: Zehen und Finger, Ohren, Nase, Augen, Mund, … Silke bleibt noch eine Weile da und wir besprechen das Erlebte. Am Nachmittag und in den Tagen danach kommt wie erwartet die große Traurigkeit, noch stärker als in den Wochen des Wartens. Es ist jetzt alles so endgültig vorbei&#8230; Ich bin krankgeschrieben und versuche, so gut es geht im Moment zu sein und zu schauen, was mir gerade gut tut. Silke kommt in diesen Tagen noch drei Mal vorbei, was sehr hilfreich ist. Wie ich es mir vorgestellt habe, bekommt unser Baby einen schönen Platz in unserem Garten.<br /><br />Und ganz langsam, fast unmerklich, tritt tatsächlich das ein, was ich mir anfänglich nicht vorstellen konnte: Es wird ein bisschen leichter, ich kann wieder eine Weile an etwas anderes denken und auch mal lachen.<br /><br />Es war der richtige Weg für uns, auf diese Weise von der Schwangerschaft und von unserem Baby Abschied zu nehmen und wir sind Silke sehr dankbar für ihre einfühlsame Unterstützung in dieser Zeit!</p>								</div>
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		<title>Noah</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2022 06:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Babygalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Geburt im Geburtshaus?&#8230; immer wieder! als ich im September 2021 erfuhr, dass ich schwanger bin, war für mich schnell klar, dass ich mir keine klassische Krankenhaus-Entbindung vorstellen könnte. Mein Wunsch für unser Kind war eine natürliche Geburt in entspannter Atmosphäre. Also machte ich mich auf die Suche, wie dieser Wunsch verwirklicht werden könnte und stieß [&#8230;]]]></description>
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<p>Geburt im Geburtshaus?&#8230; immer wieder!</p>
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<p>als ich im September 2021 erfuhr, dass ich schwanger bin, war für mich schnell klar, dass ich mir keine klassische Krankenhaus-Entbindung vorstellen könnte. Mein Wunsch für unser Kind war eine natürliche Geburt in entspannter Atmosphäre. Also machte ich mich auf die Suche, wie dieser Wunsch verwirklicht werden könnte und stieß auf das Geburtshaus in Tübingen. Ich nahm sofort Kontakt auf und kam auf die Warteliste. Im November 2021 noch auf Platz 4, bekam ich im Februar 2022 die Zusage für die Geburt in Hagelloch im Mai 2022 und war überglücklich. Da meine Schwangerschaft komplikationslos verlief, stand einer natürlichen Geburt auch nichts im Weg. Sofort übernahm meine Haupthebamme Chris meine weiteren Untersuchungstermine und ich fühlte mich in meiner Entscheidung absolut bestätigt. Wie liebevoll und fürsorglich die Hebammen mit den werdenden Mamas umgehen und wie viel Vorfreude sie mit uns leben, hat mich total fasziniert, da dies etwas war, was ich bei meiner Gynäkologin zuvor immer etwas vermisst hatte. Auch mit meiner 2. und 3. Hebamme Inna und Anaïs passte die Chemie sofort und die Vorfreude auf die Geburt unseres Kindes wuchs immer weiter.</p>
<p>Am 23.05.22 hatte ich dann die ersten harmlosen Wehen im 7 Minuten Rhythmus. Ich stand die ganze Zeit mit Inna in Kontakt, mit welcher wir am Folgeabend sowieso einen Termin in Tübingen vereinbart hatten. Die Wehen hatten sich bis dato auf 5 Minuten Abstände verkürzt, weswegen wir uns entschieden haben direkt in Tübingen zu bleiben. Mit Inna und Praktikantin Selina richteten wir uns in einem der Zimmer heimisch ein. Unser Geburtsraum hatte eine magische Atmosphäre und wurde liebevoll vorbereitet mit Kerzen, gedämmtem Licht und privaten Kraftsymbolen und Gegenständen. Gegen 23 Uhr wurden die Wehen-Abstände immer kürzer und zogen schon ordentlich ins Becken. Inna und Anaïs ließen meinen Mann und mich erstmal machen und waren mehr stille Beobachter, was ich als sehr angenehm empfand. Als der Geburtsprozess richtig losging, wechselte ich immer wieder meine Position und die Hebammen überprüften anhand der Herztöne unseres Babys, ob ihm diese gefiel oder nicht. Irgendwann gegen 4 Uhr am Morgen, ging es nicht richtig weiter, da sich die Fruchtblase nicht öffnete. Inna stach sie dann vorsichtig auf und unser Sohn konnte weiter ins Becken rutschen. Allgemein fühlte ich mich so sicher in der Obhut der beiden Hebammen und konnte mich in Ihrer Gegenwart dem ganzen Prozess ungeniert hingeben. Inna mit Ihrer Ruhe und Souveränität, Anaïs mit Ihrer Fürsorglichkeit und Stärke. Ich hätte mir kein besseres Team wünschen können. Kurz vor 9:00 Uhr am 25.05.22 wurde unser Sohn Noah geboren, mit über 4 KG und 57 cm Körperlänge. Ich hatte minimale Kleinstverletzungen, die Inna professionell verarztet hat.</p>
<p>Mein Fazit ist: werdende Mamas hört auf Euer Bauchgefühl! Mir wurde zuvor so oft Angst gemacht, wie verantwortungslos es meinerseits wäre, ein so großes Baby natürlich und ohne Arzt gebären zu wollen. Siehe da, es ging wunderbar! Ich habe den gesamten Prozess als etwas sehr Schönes abgespeichert und kann mich an keinerlei Schmerz, nur an viel Anstrengung erinnern. Daher Mamas, macht Sport Schaut nach eurer Arm- und Beinkraft, dann wird Euch der Geburtsmarathon gut gelingen. Mein Mann und ich sind unendlich dankbar darüber, wie die Geburt verlief und danken unseren Hebammen von ganzem Herzen.</p>
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		<title>Abschied</title>
		<link>https://geburtshaus-tuebingen.de/2022/05/24/abschied/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2022 18:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sternenkinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind schwanger. Das ging schnell und wirft jetzt doch ein bisschen mein Leben durcheinander. Eigentlich sollte ich doch nächste Woche nach dem langen Corona-Lockdown wieder in arbeiten gehen, weil ich Lehrerin bin, darf ich ab jetzt nicht mehr in die Schule. Natürlich fragen meine Familie und meine Freunde, wie es denn in der Schule [&#8230;]]]></description>
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									<p>Wir sind schwanger. Das ging schnell und wirft jetzt doch ein bisschen mein Leben durcheinander. Eigentlich sollte ich doch nächste Woche nach dem langen Corona-Lockdown wieder in arbeiten gehen, weil ich Lehrerin bin, darf ich ab jetzt nicht mehr in die Schule.<br />Natürlich fragen meine Familie und meine Freunde, wie es denn in der Schule sei und wie dort jetzt alles ablaufe. Ich überlege noch zu lügen, entscheide mich dann dafür einfach offen zu sein und zu erzählen, dass ich nicht arbeiten gehe, weil ich schwanger bin. Jetzt wissen alle Bescheid; in der 6.SSW. Ganz schön früh. Weil ich zwischen meinen beiden Kindern schon mal eine Fehlgeburt hatte, bin ich durchaus darüber bewusst, dass ich diesen ganzen Menschen im Ernstfall auch erzählen muss, dass wir doch kein Baby mehr bekommen.<br />Ich fühle mich gut, mein Mann und unsere Kinder freuen sich auf Familienzuwachs. Anfang der 10.SSW (Montag) habe ich einen Kontrolltermin bei meinem Frauenarzt. Er sagt, er habe keine guten Nachrichten für mich; das Baby sei nicht mehr durchblutet und wohl seit ungefähr einer Woche nicht mehr weitergewachsen. Gefasst lasse ich mich von ihm in die Frauenklinik überweisen und mir das weitere Prozedere der Ausschabung erklären. Währenddessen schreibe ich meinem Mann, dass er bitte JETZT in die Stadt kommen soll. Ich verlasse die Praxis und als die Tür ins Schloss fällt bricht es aus mir heraus. Ich kann nur noch weinen. Vor der Praxis setze ich mich auf die Treppen und warte auf meinen Mann. Als er kommt nimmt er mich sofort in die Arme. Ich bitte ihn Chris anzurufen um zu fragen, ob ich wirklich in die Frauenklink muss. Leider erreicht er Chris zu diesem Zeitpunkt nicht. Also gehen wir gemeinsam in die Frauenklink. Dort dauert alles ziemlich lange und ich bekomme einen Termin für den nächsten Tag. Ich frage die Ärzte, ob es wirklich nötig sei eine Ausschabung zu machen. Sie antworten mir, dass es natürlich auch ohne ginge, das Baby dann aber vielleicht noch lange in mir bliebe und wenn es rauskomme, ich wahrscheinlich wahnsinnige Schmerzen haben und wochenlang bluten werde; so dass es auch für mich lebensbedrohlich werden könne. Na gut, dann höre ich mir die ganzen Risiken des Eingriffs an. Ich unterschreibe alles was ich vorgelegt bekomme und mache mich auf den Weg nach Hause.<br />Irgendwie möchte ich mich nicht damit zufrieden geben, dass diese Schwangerschaft jetzt so schnell zu Ende sein soll. Schließlich hatte ich noch keine Zeit mit meinem Kopf und meinem Herz der traurigen Nachricht hinterherzukommen. Also probiere ich nochmal Chris zu erreichen. Zum Glück, Chris geht ans Telefon. Unter Tränen erzähle ich ihr was passiert ist und von den Termin am nächsten Tag und wie es mir damit geht. Es tut gut mit Chris darüber zu sprechen, sie findet genau die richtigen Worte und beruhigt mich. Wenn ich keine Ausschabung wolle, wäre das vollkommen in Ordnung. Der Körper könne das ganz alleine regeln. Also sage ich den Termin für den nächsten Tag ab. Die nächsten Tage lasse ich meine Gefühle kommen, setze mich mit der Situation auseinander, rede mit meiner Familie und Freunden und nehme Abschied.<br />Mittwoch Abend merke ich eine leichte Blutung. Ich setze mir meine Menstruationstasse ein. Donnerstag Vormittag tut mir der Unterleib weh. Die Schmerzen werden stärker und um 11:30 Uhr merke ich wie ein kleiner Klumpen aus mir rauskommt. In einer Schüssel schaue ich mir dieses „Ding“ genauer an und hege die Vermutung, dass da drin mein Baby ist. Auch alles andere was über den Tag aus mir rauskommt sammel ich in einer anderen Schüssel. Ich verbringe den Tag mit Unterleibsschmerzen im Bett. Abends kommt Chris um sich mit uns gemeinsam das Geborene anzuschauen. Scheinbar ist alles rausgekommen. Ich bin wahnsinnig erleichtert.<br />Als Familie verabschieden wir uns von unserem Baby und haben es in Gedanken bei uns.<br /><br />Danke Chris auch diesmal für deine tolle Unterstützung. Wir sind froh dich als unsere Hebamme an unserer Seite zu haben!</p>								</div>
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		<title>Bericht über eine kleine Geburt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2022 18:33:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf sich hören – Abwarten – Vertrauen haben – kleine Geburt Nach einer Fehlgeburt wollten wir es ziemlich bald noch einmal wagen. Nachdem wir meinem Körper ein paar Monate Zeit gegeben hatten, um sich zu erholen, hat es mit der neuen Schwangerschaft dann direkt wieder geklappt. Allerdings war diese Schwangerschaft nicht ganz unbesorgt. Die Möglichkeit [&#8230;]]]></description>
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									<p>Auf sich hören – Abwarten – Vertrauen haben – kleine Geburt<br /><br />Nach einer Fehlgeburt wollten wir es ziemlich bald noch einmal wagen. Nachdem wir meinem Körper ein paar Monate Zeit gegeben hatten, um sich zu erholen, hat es mit der neuen Schwangerschaft dann direkt wieder geklappt. Allerdings war diese Schwangerschaft nicht ganz unbesorgt. Die Möglichkeit einer Fehlgeburt begleitete mich präsenter. Ich konnte mich nicht mehr so unvoreingenommen wie bei meiner ersten Schwangerschaft darauf einlassen. Irgendwie wurde die Zeit von einer Unsicherheit überschattet. So hatte ich in den ersten Wochen auch zwei echt schlechte Nächte, in denen ich das Gefühl hatte da stimme etwas nicht, sehr viele Tränen waren auch dabei.<br /><br />In der zehnten Schwangerschaftswoche hatte ich den ersten Termin bei meiner Frauenärztin. Dorthin bin ich dieses Mal mit gemischten Gefühlen gegangen. Leider konnte sie keinen Herzschlag feststellen und das Kind war nicht wochengemäß entwickelt. Das tat ihr selber auch total Leid, da sie mir lieber etwas anderes gesagt hätte. Also wieder eine verhaltene Fehlgeburt. Meine Stimmung musste ich noch einordnen, sie schwankte zwischen Traurigkeit, Leere und Normalität. Ein ganz seltsames Gefühl, denn die Diagnose dieses Mal entzog mir nicht so den Boden wie beim ersten Mal. Dieses Mal hatte ich diese Option ja schon deutlich in meinen Gedanken dabei. Die Ärztin meinte, sie gehe davon aus, dass ich wieder abwarten wolle, worüber ich in der Situation ganz glücklich war, weil ich mich als Person mit meinen Wünschen geachtet und angenommen fühlte. So verblieben wir. Ich meldete mich bei Chris und sagte ihr Bescheid. Sie wolle mit mir/uns warten.<br /><br />Also fing jetzt wieder das Warten an. In den folgenden Tagen versuchte ich besonders gut auf und in meinen Körper zu hören. Die Werte des Beta-hCGs bestätigten die Fehlgeburt. Ein bisschen brauner Ausfluss, ziemlich Rücken im Lendenbereich und Grummeln im Unterbauch, alles in Abwechslung mit extrem ruhigen Phasen, welche mich wiederum aber eher unruhig machten. Das Warten bis es losgeht fand ich nicht einfach. Immer wieder war ich verunsichert, ob diesmal auch wieder alles von alleine losgeht und natürlich abläuft.<br /><br />Anfang der zwölften Schwangerschaftswoche hatte ich eine sehr unruhige Nacht, in der ich gegen halb vier geduscht hatte, weil ich das Bedürfnis hatte fertig zu sein. Tagsüber dann leichte Blutung mit Pausen. Am nächsten Tag war die Blutung schon periodenstark. Ich spürte einen Druck im Lendenbereich und immer wieder ein Ziehen im Unterbauch. Ich hatte das Gefühl heute tue sich was. Gegen Abend badete ich und ruhte mich noch ein wenig im Bett aus. Immerhin hatte ich schon ein wehenartiges Krampfen im Unterbauch. Dies war produktiv, denn darauf kam auch schon ein Klumpen Koagelblut und ich blieb nun im Badezimmer. Kurze Zeit später gebar ich die intakte Fruchtblase und Gewebestücke. Es blutete so stark, dass ich eine Weile über einer Schüssel hocken blieb, damit nichts verloren ging. Dann tat mir Bewegung gut, auch um mit den leichten Wehen klar zu kommen. Mein Partner war die ganze Zeit da, das tat mir gut. Unser Sohn schlief schon. Die Wehen von denen ich schreibe waren deutlich spürbar, für mich aber gut aushaltbar. Den Blutverlust bis dahin konnte ich nur schwer einschätzen, ich vermutete um die zweihundert Milliliter. Eine Stunde später notierte ich mir, dass etwas Großes rausgucke und ich vermutete, dass es die Plazenta war, die Wehen stärker wurden und ich hoffte, dass die Plazenta bald geboren werde. Allerdings ging es nur langsam voran, etwas mehr war sichtbar, hing aber noch fest und ich wollte es auf keinen Fall durch Ziehen lösen. Nach einer Dreiviertelstunde wurde die Plazenta/Fruchthülle geboren. Die Blutung wurde schwächer (wieder periodenstark). Ich war erleichtert, müde und freute mich auf&#8217;s Bett.<br /><br />Die Nacht war in Ordnung, Blutung hatte nur noch Periodenstärke. Morgens nochmal leichtes, wehenartiges Ziehen. Am Vormittag gleich ein Besuch von Chris zum Gespräch und um das „Geborene“ anzuschauen. Es schien alles herausgekommen zu sein. In der Fruchtblase konnten wir unser Minibaby sehen. Die Zeit und der Austausch mit Chris hat mir wieder, wie nach meiner ersten kleinen Geburt, sehr gut getan. Tagsüber konnte ich mich gut ausruhen, da mein Partner zuhause geblieben war und sich um unseren Sohn kümmern konnte. Ab und zu hatte ich noch ein leichtes Ziehen im Unterleib, Blutung wie schwache Periode. Ich war nun von meiner Ärztin für eine Woche krankgeschrieben.<br /><br />Zwei Tage später haben wir die „kleine Geburt“ in einem kleinen Schächtelchen an einem für uns schönen Ort in der Nähe des anderen begraben. Unser Sohn hat währenddessen im Kinderwagen geschlafen. Wenn er wach gewesen wäre, hätte ich es ihm gerne erzählt, so passte es aber auch so für mich. In den vergangenen Tagen hatte ich ihm immer mal wieder erzählt, dass da Blut aus meiner Scheide komme und ich sehr schlapp sei.<br /><br />Die Tage nach der kleinen Geburt waren eher von einer kleinen Leere und der hormonellen Umstellung geprägt. So notierte ich mir beispielsweise: Befinden gut, etwas trauriger als gestern&#8230; Stimmung bei mir in Ordnung, fühle mich leicht gedämpft… ich glaube ich werde „kratzbürstig“&#8230;<br /><br />Ein paar Tage später habe ich unserem Sohn erzählt, dass da ein kleines minimini Baby in meinem Bauch war, es aber nicht mehr gewachsen ist und jetzt weg ist. Er wollte wissen wo es sei und ich erzählte ihm, dass wir es in dem Schächtelchen begraben hätten. Ich erklärte ihm auch, dass ich deshalb so schlapp und traurig gewesen war in der vergangenen Zeit, woraufhin er entgegnete, dass er die Traurigkeit für mich weg mache. Damit war es für ihn erledigt. Ich hatte zuvor immer das Gefühl ihm etwas zu verheimlichen oder vorzuenthalten (war ja auch so) und es hat mich total entlastet, als ich es ihm gesagt habe. Und dann hat er noch so überraschend und unerwartet reagiert… Das hat mich sehr beeindruckt – und getröstet.<br /><br />Der Kontrollultraschall bei meiner Ärztin etwa eine Woche nach der kleinen Geburt war unauffällig. In der Gebärmutter schien noch etwas Flüssigkeit zu sein und eventuell noch etwas geronnenes Blut. Es dürfe also noch ein bisschen bluten. Im Falle von Fieber oder Schmerzen solle ich mich sofort melden. Es blutete noch ein paar Tage, dann hörte es auf. Eineinhalb Wochen später nochmal ein Besuch von Chris zum Gespräch und Formalitäten klären. Von ihr bekam ich auch einen Schrieb mit dem wir eine Bescheinigung vom Standesamt holen konnten. Diese hat jetzt einen Platz in unserem Familienstammbuch bekommen. In der Zeit nach der kleinen Geburt wurde beim Arzt immer wieder mein Beta-hCG überprüft, ob er auch absinkt. Zwei Wochen später war der Wert fast ganz unten, nach weiteren zwei Wochen war er kleiner fünf, somit alles in Ordnung.<br /><br />Nicht nur physisch war wieder alles in Ordnung. Gleichzeitig war es für mich wieder die richtige Entscheidung auch dieses Mal abzuwarten bis der Prozess im Körper alleine in Gang kommt. Bei meiner ersten verhaltenen Fehlgeburt bin ich bei der Diagnose aus allen Wolken gefallen. Die Ärztin hatte mir sofort eine Überweisung für die Klinik gegeben, was ja wohl der übliche und überwiegend gewählte Weg ist. Andere Möglichkeiten wurden mir erstmal nicht vorgestellt. Für mich hat sich das sofort nicht richtig angefühlt, da ich ja weder krank noch lebensbedrohend gefährdet war. Ich hatte einfach ein Baby im Bauch, welches sich nicht weiterentwickelt hatte. Und ich dachte da müsse es doch einen anderen Weg geben. Grundsätzlich habe ich größtes Vertrauen in meinen Körper und den Frauenkörper allgemein, dass dieser das alles leisten kann. Bei der Schwangerschaft und Geburt unseres Sohnes habe ich erleben dürfen, dass alles einen natürlichen Ablauf nehmen kann. Deshalb stellte die Option in die Klinik zu gehen für mich keine Option dar. Auch der Gedanke dort dann unter Vollnarkose einen paarminütigen Eingriff zu haben und nach einer Stunde wieder nach Hause gehen zu können lösten große Bedenken bei mir aus, dass mein Körper hormonell und folglich dann auch psychisch erstmal nicht mitkommen würde. All das und Gespräche mit meinem Partner, der mich in meinen Bedürfnissen immer sehr unterstützt hat, und ein Telefonat mit Chris, bestärkten mich in meiner Entscheidung abzuwarten. Abzuwarten, bis der Körper merkt, dass die Schwangerschaft nicht mehr intakt ist und dann der natürliche Prozess einsetzt. So hatte ich das Gefühl die Zeit zu bekommen, die ich jeweils brauchte, um mich auch von der Schwangerschaft und dem kleinen minimini Kind zu verabschieden. Ich bin froh und stolz und dankbar diesen Weg (erneut) gegangen zu sein.</p>								</div>
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		<title>Sternchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 18:45:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ging alles so schnell… Manchmal denke ich mir, vielleicht auch zu schnell. Aber darüber braucht man sich hinterher keine Gedanken mehr zu machen. Denn es ist, wie es ist und genauso soll es auch sein. Die Entscheidung die Verhütung abzusetzen trafen mein Freund und ich so spontan, wie wir so oft wie möglich unser [&#8230;]]]></description>
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									<p>Es ging alles so schnell…<br />Manchmal denke ich mir, vielleicht auch zu schnell. Aber darüber braucht man sich hinterher keine Gedanken mehr zu machen. Denn es ist, wie es ist und genauso soll es auch sein.<br />Die Entscheidung die Verhütung abzusetzen trafen mein Freund und ich so spontan, wie wir so oft wie möglich unser Leben leben. Natürlich hatte sich jeder seine Gedanken gemacht, aber wir wollten uns nicht zu viel den Kopf über Eventualitäten zerbrechen, denn wir sind der Meinung, dass manche Dinge einfach geschehen sollen. Einen perfekten Zeitpunkt für ein Kind gibt es nicht, also weshalb darauf warten. Gesagt, getan. Einmal nach Absetzen der Verhütung kam meine Menstruation noch und dann nicht mehr. So schnell wurde unser Versuch zur Realität. Ein wenig komisch war es für uns schon, denn schließlich begann man nun sich Gedanken zu machen, was sich alles verändern würde, wie man die erste Zeit mit dem Kind verbringen würde, welche Möglichkeiten sich ergeben oder welche Einschränkungen uns begrenzen würden.<br />Der berechnete Entbindungstermin war perfekt, genau mit Ende meines Studiums würde unser Baby bei uns sein. Wir konnten es kaum glauben, das war so unproblematisch und so perfekt, fast zu perfekt.<br />Wie merkt man, dass man Schwanger ist? Ich habe es schon vor dem Ausbleiben der Periode geahnt, doch wollte ich nichts sagen, man kann sich ja viel einbilden, wenn man nur fest genug an etwas glaubt. Eine Woche nach Ausbleiben der Menstruation dann der positive Schwangerschaftstest und da ich noch einen zweiten hatte, machte ich eine weitere Woche später noch einen. Und dann ging es los: wie oft wurde ich gefragt, wann meine letzte Periode war? Ob ich einen Test gemacht hatte und wie das Ergebnis war. Irgendwann fragt man sich fast, ob man sich etwas einbildet, ob es wirklich Realität ist. Immerhin haben meine Brüste unangenehm gespannt und vergrößerten sich deutlich, dass war das einzige Zeichen, welches mir mein Körper gab, denn meine Periode vermisse ich reichlich selten.<br />Von der Schwangerschaft erzählten wir nur wenigen engen Freunden, denn schließlich ist man sich des Risikos für Fehlgeburten, besonders in den ersten 12 Wochen bewusst.<br />Der Gang ins Geburtshaus noch vor dem ersten Arzttermin war eine bewusste Entscheidung. Ich bin Krankenhäusern und Ärzten gegenüber grundsätzlich skeptisch und eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, also weshalb brauche ich dann einen Arzt. Silke führte ein sehr freundliches erstes Gespräch mit uns, stellte den Mutterpass aus und was mir besonders positiv auffiel, sie hatte Zeit. Wir bekamen Informationsmaterial mit, die Anregung uns mit manchen eventuell bevorstehenden Entscheidungen auseinanderzusetzen. Ein weiterer Termin wurde vereinbart und davor sollte der erste Ultraschalltermin beim Arzt stattfinden.<br />Ich fühlte mich weitere vier Wochen schwanger und dann war er da, der Ultraschalltermin, ein Donnerstag. Erst das Abtasten der Gebärmutter, die deutlich gewachsen war und dann das erste Bild von unserem Baby. Deutlich erkennbare Fruchthöhle, beim Abmessen der Länge 11,2mm. Die Ärztin meinte dann, sie könne das Baby auf dem Bild schlecht darstellen, sie würde nochmal von vorne beginnen, es flackere so. Also nochmal neues Gel, Baby suchen und, da müsse man jetzt den Herzschlag deutlich sehen.<br />Nichts<br />Die Ärztin schaute und schaute, dann meinte sie, sie würde mal die Durchblutung messen.<br />Nichts<br />Und nochmal die Durchblutung messen.<br />Nichts<br />Ich durfte mich anziehen.<br />Raumwechsel. Besprechung wie es weiter geht. Ich solle mich darauf einstellen, dass am Wochenende die Blutung kommt. Wenn es stärker sei als bei der normalen Periode, dann unbedingt sofort in die Klinik. Kontrolltermin am Montag, Befund überprüfen und dann würde die Überweisung für die Klinik geschrieben. Man müsse das Baby ausschaben, mit 11,2mm sei es zu groß für andere Lösungen.<br />Wir fuhren nach Hause. Alles hatte sich innerhalb weniger Minuten, die unendlich erschienen, geändert. In Luft aufgelöst, die Vorstellung wie das Leben in einigen Monaten seien würde. Weg. Und immer wieder kommen die Tränen, wenn man daran denkt, dass das kleine Leben in einem, kaum hat man es richtig gespürt, auch schon vorbei ist und doch hatte es schon einen Platz in unseren Gedanken, im Herz gefunden. Hinzu kommt ein möglicher Klinikaufenthalt mit operativem Eingriff. Bitte, bitte, Blutung komm am Wochenende und bitte, bitte wasch alles weg, raus.<br />Uns war relativ schnell klar, wir möchten mit einer Hebamme sprechen, welche Möglichkeiten es statt der Ausschabung gibt. Außerdem viel uns erst nach dem Arztbesuch auf, die Ärztin hatte es nie gesagt. Das Baby lebt nicht. Das Baby ist tot.<br />Wir machten uns schnell bewusst, es sind drei Dinge, die negativ im Befund waren: zu klein, kein Herzschlag, keine Durchblutung. Da ist nichts mehr, da wird am Montag auch nichts sein.<br />Das Geburtshausteam war großartig, direkt am Freitag, einen Tag nach dem gynäkologischen Befund bekamen wir einen Termin bei Chris. Sie nahm sich Zeit, bestätigte uns den Befund mit deutlichen Worten und gab uns an erster Stelle Zeit. Eine Ausschabung muss nicht sein und es gibt Mittel und Wege auf eine Blutung hin zu arbeiten. Außerdem muss nicht alles schnell passieren, denn es ist nicht schlimm, ein totes Baby im Bauch zu haben. Es ist medizinisch nicht schlimm, die Mutter kann nicht vergiftet werden und ich musste feststellen, auch das Gefühl war überhaupt nicht schlimm. Das Wissen, dass es andere Möglichkeiten gibt, als das Baby mit Instrumenten aus mir zu entfernen, es hinaus zu schaben, beruhigend. Dazu die Zeit, sich von dem kleinen Wesen, welches in einem wachsen sollte, zu verabschieden. Chris hat beschrieben, wie eine Fehlgeburt verlaufen könnte und sagte uns, ich solle versuchen, das was aus mir heraus kommt, in einer Schüssel aufzufangen. Dann könne sie es sich anschauen und außerdem würden wir so die Möglichkeit bekommen, uns nochmal zu verabschieden und das kleine zu beerdigen. Wir bekamen wehenfördernde homöopathische Kügelchen und gingen heim. Den Gynäkologentermin verschob ich auf Donnerstag.<br />Ich begann stumme Gespräche mit meinem Sternchen zu führen, es dürfe jetzt gehen, das sei in Ordnung. Wir waren uns auch sicher, es hat alles richtig gemacht, denn etwas muss nicht in Ordnung gewesen sein. Das hatte uns auch Chris bestätigt, die Natur hat entschieden. Wir sind uns sicher, es war eine richtige Entscheidung.<br />Nun hieß es warten, sich Verabschieden und den Gedanken, das Wissen annehmen, dass kein Baby kommen würde. Unser Sternchen ließ sich Zeit… Sonntag: Telefonat mit Chris, den aktuellen Stand der Dinge mitteilen. Es gab Tee mit Zimt und Nelken. Ein weiterer Tag und nichts geschah. Senfmehlfußbäder, sehr angenehm, aber unser Sternchen wollte nicht raus. Während des Wartens hatte ich ihm eine Schachtel gebastelt, in der wir es dann begraben wollen und später noch einen Brief an unser Sternchen geschrieben. Mir war das wichtig.<br />Dienstag wollten wir dann die letzte Möglichkeit nutzen, unser Sternchen zu überzeugen, auch loszulassen. Chris kam gegen 12 Uhr bei uns zuhause vorbei und wir haben weitere unterstützende Maßnahmen besprochen. Nachmittags bekam ich dann Unterleibschmerzen ähnlich wie vor der Periode, nur etwas stärker, aber ohne Schmerzmittel aushaltbar. Die Blutung blieb aus. Abends, gegen 18.30 Uhr kam Chris nochmal bei uns vorbei. Die Krämpfe hatten zu diesem Zeitpunkt dann wieder aufgehört. Wir dachten schon, da wird nichts passieren, aber dann ging es los. 22 Uhr, jetzt eine starke Blutung, dazu ein erster Schleimpfropf, den wir für unser Sternchen hielten, denn wir wussten ja nicht wie es aussehen würde. Wir fingen es in der Schüssel auf. Mein erstes Gefühl: Erleichterung. Ich war in dem Moment tatsächlich glücklich, dass die Fehlgeburt startete, vielleicht müsste ich doch nicht in die Klinik. Erleichterung, dass es ein Prozess der Lösung sein würde. Schmerzen hatte ich weiterhin nicht, wir gingen mitten in der Nacht spazieren, froh, dass es weiterging. Ich blutete deutlich stärker als bei der normalen Menstruation. Gegen 24 Uhr ging ich nochmal mit meiner Schüssel auf die Toilette, da ging es wieder ganz schnell. Fast unbemerkt fiel unser Sternchen, noch sicher verpackt in der Fruchtblase, in die Schüssel. Ich erkannte ohne Zweifel, dass es das war und selbst für mich war zu sehen, das wirkt vollständig. Das ist jetzt keine 48 Stunden her. Danach gingen wir schlafen.<br />Am nächsten Morgen schaute Chris nach mir und untersuchte außerdem die tatsächlich vollständige, unbeschädigte Fruchtblase. Das Sternchen konnten wir nur erahnen. Mir ging es weiterhin körperlich gut, keine Schmerzen und die Blutungsstärke hatte auch schon deutlich nachgelassen, der Kreislauf stabil. Trotzdem machte ich an dem Tag auf Anraten von Chris nicht viel und das war sehr gut.<br />Heute, eine Woche nach meinem erschreckenden Ultraschallbefund, der die Welt für uns ein Stück veränderte, war die Nachuntersuchung beim Arzt. Es ist tatsächlich alles draußen, ich bin erleichtert. Ich brauche keine Klinik, keine Ausschabung. Chris betreut mich weiter, begleitet mich, bis dieses Erlebnis soweit abgeschlossen ist. Mein Partner ist bei mir und unterstützt mich wo er kann. Ich habe liebe Menschen um mich, mit denen ich über die letzten Tage sprechen kann.<br />Die Entscheidung mich von Hebammen betreuen zu lassen, war die Beste, die ich treffen konnte. Ich wusste vorher nicht, dass sie einen auch bei Fehlgeburten begleiten. Ich bin mir sicher, viele Frauen haben dieses Wissen nicht, was ich sehr traurig finde. Denn ich bin mir sicher, mir hat es den Abschied von meinem Sternchen deutlich erleichtert. Außerdem ist eine Fehlgeburt leider nichts unnatürliches, und genau als das, versuche ich es anzunehmen: ein sehr trauriges, aber natürliches Erlebnis, welches einfach geschieht und an dem man nichts ändern kann und manchmal auch nichts ändern darf.<br />Natürlich hatte ich mir beim ersten Kontakt mit dem Geburtshaus die Betreuung einer Geburt eines gesunden, lebenden Säuglings gewünscht, nun ist es anders gekommen. Aber wer weiß, vielleicht geht mein Wunsch irgendwann in Erfüllung und dann weiß ich, dass ich genau in den richtigen Händen bin.<br />Danke, Chris.</p>								</div>
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		<title>Jonas</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 11:33:00 +0000</pubDate>
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