Lias

Als wir erfahren haben, dass wir Nachwuchs bekommen, war die Freude natürlich riesig. Und damit begannen die Überlegungen und Planungen. Über meine Cousine bin ich überhaupt erst auf das Geburtshaus in Hagelloch aufmerksam geworden. Also habe ich eine Email geschrieben und wollte mich einfach mal erkundigen. Schon als ich die Antwort bekam, war mir klar, hier sind wundervolle, nette Menschen am Werk.
Das erste Gespräch mit Jana war wie eine Freundin zu treffen. Ich kam also für einige Vorsorgen ins Geburtshaus zu Jana, es fühlte sich an, wie nach Hause kommen; eine ganz tolle, ruhige, entspannte Atmosphäre.
Zwischendurch sollte ich mich laut Frauenärztin immer wieder im Krankenhaus vorstellen, da unser Baby wohl immer zu leicht war. Das verunsicherte uns natürlich und wir bekamen doch kurzzeitig Zweifel, ob das Geburtshaus der richtige Ort für uns ist oder wir vielleicht doch mehr medizinische Betreuung unter der Geburt brauchen. Man hat uns im Krankenhaus geraten, am ET einleiten zu lassen. Jana hat uns aber immer wieder beruhigt und geraten auf mein/unser Bauchgefühl zu hören. Sie würde jede Entscheidung mit uns tragen und verstehen, sie sei aber fest davon überzeugt, dass es dem kleinen Bewohner gut geht.
So kamen wir also dem Tag der Geburt immer näher. Dank Corona waren die Verhältnisse ja zusätzlich erschwert und mir wurde dadurch umso klarer, dass unser Baby im Geburtshaus zur Welt kommen soll. (Mein Mann überließ die Entscheidung mir, denn er konnte ja nicht viel tun, außer mich bei allem zu unterstützen.)
Es tat sich aber nichts, außer, dass der Kleine bereits seit Wochen schon ganz tief lag und der Muttermund 2 cm offen war. Mit ein paar Hausmittelchen versuchten wir unseren Sohn zu locken und endlich bei ET+5 tat sich etwas.
Ich verlor abends etwas Fruchtwasser und kündigte mich bei Jana schon mal an. Über Nacht kamen dann auch die Wehen, die ich brav zu Hause veratmete. Morgens riefen wir dann Jana an, dass wir nun gern ins Geburtshaus kommen wollen. Die Wehen kamen nun sehr kraftvoll und vor allem in seeehr kurzem Abstand.
Kurz vor 8 Uhr sind wir dann in Tübingen eingetroffen, so lange mein Mann alles herrichtete, untersuchte mich Jana und stellte freudig fest, dass der Muttermund komplett offen ist und es los gehen kann.
In verschiedenen Positionen arbeiteten wir nun also gemeinsam. Janas Ausstrahlung und ruhige Art waren Balsam für die Seele. Ich konnte mich richtig gut entspannen. Sie motivierte mich, bestärkte mich, hatte aber auch immer den richtigen Blick für meinen Mann, der das übrigens so toll gemacht hat, und so dauerte es nur bis 10:10 Uhr, bis unser kleiner Sonnenschein Lias geboren wurde.
Überglücklich nahmen wir ihn in die Arme. Nach ein bisschen Kuschelzeit, wurde dann die Plazenta geboren, wir durften uns das erste Mal mit dem Stillen versuchen und der Kleine musste seine erste Untersuchung über sich ergehen lassen. (übrigens mit 3660g und 52 cm, also von wegen viel zu leicht!)
Gegen 13.30 Uhr durften wir dann schon den Heimweg antreten.
Die Entscheidung ins Geburtshaus zu gehen, war die Beste überhaupt. Wir hatten hier mit Jana eine ganz tolle Hebamme, durch die ich eine wundervolle, selbstbestimmte, schnelle Geburt erleben durfte.
Vielen Dank an das komplette Team! Macht weiter so.

You are currently viewing Lias